Winterküche am Tegernsee: Antonias Lieblingsrezepte für kalte Tage
Ein Stück Wilhelmy für zu Hause
Ein langer Frühstückstisch, eine Runde am Tegernsee, später ein paar Stunden im Private Spa und am Abend etwas Gutes auf dem Teller – so sehen Tage aus, die wir im Wilhelmy besonders gerne mögen.
Gerade in der kalten Jahreszeit gehört der Genuss für uns einfach dazu. Wenn es früher dunkel wird, darf das Abendessen wieder ein bisschen mehr Raum bekommen. Im Wilhelm`s richtet sich unsere Küche danach, was die Saison gerade hergibt: wann immer möglich regional, mit französisch inspirierter Handschrift und begleitet von einem guten Glas Wein.
Und weil man manches gerne mit nach Hause nimmt, teilen wir heute zwei Rezepte, die bei Antonia Ziegelbauer gerade ganz oben auf der Liste stehen.
Antonia gehört zur Gastgeberfamilie des Wilhelmy und hat ein feines Gespür für Genuss und Wein. Gerade an kalten Tagen mag sie Gerichte, die unkompliziert sind und trotzdem etwas Besonderes auf den Tisch bringen.
„Ich mag diese Rezepte, weil sie für mich genau in diese Jahreszeit passen: Der Ofenkürbis ist unkompliziert, aber durch Burrata, Thymianhonig und Kürbiskerncrunch trotzdem etwas Besonderes. Und beim Bratapfelmousse gehören Apfel, Zimt und Vanille für mich einfach zum Winter dazu. Dazu ein Wein, der das Gericht ergänzt, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Dann ist der Abend für mich perfekt.“
Also: Schürze an – hier kommen Antonias Lieblingsrezepte für die kalte Jahreszeit.
Ofenkürbis mit Burrata, Granatapfel und Thymianhonig
Gerösteter Hokkaidokürbis, cremige Burrata, Granatapfel und ein knuspriger Kürbiskerncrunch – dazu Thymianhonig und ein winterlicher Blattsalat mit Kürbiskernvinaigrette.
Ein Gericht, das nicht kompliziert ist, aber durch die unterschiedlichen Aromen und Texturen trotzdem einiges auf den Teller bringt.
Für 4 Personen | ca. 20 Minuten Vorbereitung | ca. 30 Minuten Backzeit
Zutaten
Für den Ofenkürbis
- 1 mittelgroßer Hokkaidokürbis, ca. 1 kg
- 3 EL Olivenöl
- 2 Zweige frischer Thymian
- 1 TL Paprikapulver, edelsüß
- je 1 Prise Zimt und Muskat
- 1 Prise Zucker
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- 2 Burrata à 125 g
Für den Kürbiskerncrunch
- 60 g Kürbiskerne
- 20 g brauner Zucker
- 1 TL Butter
- 1 Prise Meersalz
Für den Thymianhonig
- 60 g Honig
- 3 Zweige frischer Thymian
- 1 TL Zitronensaft
Für den winterlichen Blattsalat
- Feldsalat
- Radicchio
- Granatapfelkerne
Für die Kürbiskernvinaigrette
- 4 EL Olivenöl
- 2 EL weißer Balsamico
- 2 TL Dijon-Senf
- 1 TL Thymianhonig
- 1 Spritzer Sojasauce
- 1 EL Kürbiskernöl
- Salz und Pfeffer
Zubereitung
1. Kürbis rösten
Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Hokkaidokürbis halbieren, die Kerne entfernen und den Kürbis in etwa einen Zentimeter breite Spalten schneiden. Die Schale kann beim Hokkaido mitgegessen werden.
Die Kürbisspalten auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen und mit Olivenöl, Gewürzen und frischem Thymian vermengen. Etwa 25 bis 30 Minuten rösten, bis der Kürbis weich ist und die Ränder leicht karamellisieren.
2. Kürbiskerncrunch zubereiten
Die Kürbiskerne zunächst ohne Fett in einer Pfanne leicht anrösten und wieder herausnehmen. Braunen Zucker und Butter in der Pfanne schmelzen, die Kürbiskerne dazugeben und alles zügig vermengen. Mit etwas Meersalz abschmecken, auf Backpapier auskühlen lassen und anschließend grob zerbrechen.
3. Thymianhonig ansetzen
Honig und Thymianzweige bei niedriger Temperatur vorsichtig erwärmen, ohne den Honig aufzukochen. Etwa fünf Minuten ziehen lassen. Anschließend den Zitronensaft hinzufügen und die Thymianzweige entfernen.
4. Salat vorbereiten
Feldsalat und Radicchio waschen und trocken schleudern, den Radicchio in feine Streifen schneiden.
Für das Dressing Olivenöl, weißen Balsamico, Thymianhonig und Dijon-Senf miteinander aufmixen. Mit einem Spritzer Sojasauce, Kürbiskernöl, Salz und Pfeffer abschmecken. Den Salat erst kurz vor dem Servieren damit vermengen.
5. Anrichten
Die warmen Kürbisspalten auf den Tellern verteilen. Die Burrata halbieren und jeweils auf dem Kürbis platzieren. Den Blattsalat dazugeben und mit Granatapfelkernen bestreuen.
Thymianhonig über Kürbis und Burrata träufeln und zum Schluss den Kürbiskerncrunch darübergeben. Wer mag, ergänzt frische Thymianblättchen oder etwas Zitronenabrieb.
Antonias Tipp aus der Küche
Für besonders schöne Röstaromen den Kürbis auf einem bereits gut vorgeheizten Backblech zubereiten. So werden die Ränder leicht karamellisiert, während der Kürbis innen weich bleibt.
Der passende Wein
Zum Ofenkürbis empfiehlt Antonia den 2022 Chardonnay „Hard“ unfiltriert vom Weingut Ziereisen aus Baden.
Seine cremige Art und die dezenten Röstaromen passen besonders gut zum Kürbis. Die nussigen und mineralischen Noten greifen den Kürbiskerncrunch auf, während die Säure einen schönen Gegenpol zu Burrata und Thymianhonig bildet.
Zum Dessert: Bratapfelmousse mit Zimtcrumble und Vanilleeis
Apfel und Zimt gehören für Antonia zur kalten Jahreszeit einfach dazu. In diesem Dessert treffen sie auf cremige Mascarpone, knusprigen Zimtcrumble und Vanilleeis.
Ein schöner Abschluss für einen langen Abend – und praktisch: Das Bratapfelmousse lässt sich gut vorbereiten.
Für 4 Personen | ca. 45 Minuten Vorbereitung plus Kühlzeit
Zutaten
Für das Bratapfelmousse
- 400 g Äpfel, zum Beispiel Boskoop
- 20 g Butter
- 30 g brauner Zucker
- 1 TL Zimt
- 1 EL Zitronensaft
- 135 g Sahne
- 100 g Mascarpone
- 2 g Blattgelatine
- 20 g Puderzucker
Für den Zimtcrumble
- 60 g Mehl
- 40 g kalte Butter
- 30 g brauner Zucker
- ½ TL Zimt
- 1 Prise Salz
Zum Anrichten
- 4 kleine Kugeln Vanilleeis
- etwas Zimt
- nach Belieben Apfelchips oder kleine Minzblätter
Zubereitung
1. Bratäpfel zubereiten
Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Butter in einer Pfanne schmelzen und die Apfelstücke mit braunem Zucker, Zimt und Zitronensaft etwa zehn bis zwölf Minuten weich schmoren. Anschließend fein pürieren und abkühlen lassen.
2. Mousse herstellen
Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Etwa drei Esslöffel des Apfelpürees leicht erwärmen und die ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Anschließend mit dem restlichen Apfelpüree verrühren.
Mascarpone und Puderzucker unterrühren. Die Sahne halbsteif schlagen und vorsichtig unterheben, sobald die Apfelmasse leicht anzuziehen beginnt. Das Mousse anschließend gut durchkühlen lassen.
3. Zimtcrumble backen
Mehl, kalte Butter, braunen Zucker, Zimt und Salz mit den Fingerspitzen zu Streuseln verarbeiten. Auf einem mit Backpapier belegten Blech verteilen und bei 175 °C Ober-/Unterhitze etwa zwölf bis 15 Minuten goldbraun backen. Vollständig auskühlen lassen.
4. Anrichten
Den Zimtcrumble auf vier Tellern verteilen. Aus dem gekühlten Bratapfelmousse mit zwei Löffeln Nocken formen und daraufsetzen. Jeweils eine kleine Kugel Vanilleeis dazugeben und nach Belieben mit etwas Zimt, Apfelchips oder Minze garnieren.
Antonias Tipp
Das Bratapfelmousse lässt sich sehr gut am Vortag vorbereiten. Für eine etwas weihnachtlichere Variante können die Äpfel zusätzlich mit Vanille, etwas Orangenschale oder einer Prise Kardamom verfeinert werden.
Der passende Wein
Zum Dessert empfiehlt Antonia eine 2022 Riesling Auslese Goldkapsel vom Weingut Schloss Lieser, Niederberg Helden.
Die Fruchtsüße und feine Honigwürze passen zu Bratapfel und Zimt, während die lebendige Säure dem Dessert Frische gibt. Kandierte Zitrusnoten setzen dazu einen schönen Akzent.
Fazit: Ein bisschen Wilhelmy für zu Hause
Vielleicht schmeckt ein Gericht zuhause nie ganz genauso wie an einem Abend am Tegernsee – aber genau das muss es auch nicht.
Wenn beim Ofenkürbis der Thymianhonig duftet oder beim Dessert Apfel und Zimt zusammenkommen, ist zumindest ein kleiner Teil des Wilhelmy mit am Tisch.
Und wer sich lieber bei uns bekochen lässt: Im Wilhelm`s verändert sich die Speisekarte regelmäßig mit der Saison. Was gerade auf den Tisch kommt, entdecken Sie am besten direkt bei Ihrem nächsten Besuch.
Wir wünschen viel Freude beim Nachkochen und guten Appetit.
Mehr Informationen und Buchung: www.relais-chalet.de
Herzliche Grüße,
Ihre Familie Ziegelbauer
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